Gebrauchtwagen: Rechte des Käufers bei Sachmängel

Eine 2-Jahresgarantie auch für Gebraucht ist gesetzlich verankert.

Eine 2-Jahresgarantie auch für Gebraucht ist gesetzlich verankert.

Wer einen Gebrauchtwagen beim Händler kauft, kann Mängel reklamieren. Der Kunde darf keinen Neuwagen erwarten, aber für gravierende Schäden kann er den Händler in die Haftung nehmen. Die Rechte des Käufers gegenüber des Gebrauchtwagenhändlers sind im Folgenden kurz zusammengefasst.

Unterschied zwischen Verschleiß und Mangel

Ein gebrauchtes Auto ist kein Neuwagen. Je nach Alter und Kilometerstand weist der Gebrauchte entsprechende Verschleißspuren auf. Der Zustand des Autos bestimmt den Kaufpreis. Deshalb muss der Verkäufer im Kaufvertrag nicht ausdrücklich auf gewöhnliche Verschleißerscheinungen hinweisen. Die Grenze zwischen Mängel und übliche Gebrauchsspuren ist fließend. Eine Liste über Gerichtsurteile vom ADAC hilft, sich zu orientieren.

Angaben zum Fahrzeugzustand

Sachmängel sollten auch bei einem Gebrauchten nicht auftreten. Der Verkäufer muss das Auto in dem Zustand übergeben, wie es im Kaufvertrag festgelegt ist. Treten dann Fehler auf, ist der Verkäufer in der Pflicht, sie zu beheben. Der Kunde hat ein Recht darauf, über die Mängelgeschichte des Fahrzeug ungefragt informiert zu werden. Ob das Auto einen Unfallschaden hatte oder als Taxi verwendet wurde, muss der Verkäufer vor Verkauf bekannt geben. Eine detaillierte Liste des Fahrzeugzustandes ist auf jeden Fall allgemeinen Formulierungen wie „topp fit“, „bester Zustand“ oder „Sahnestück des Händler“ vorzuziehen. Auf ungenaue Angaben im Kaufvertrag sollte sich der Kunde nicht einlassen.

Haftung auch bei ausgewiesenem „Schrott“

Zeigt der Gebrauchte Sachmängel, steht der Verkäufer in der Haftungspflicht. Autohändler können seit dem Jahr 2002 die Haftung nicht ausschließen. Sie sind gesetzliche zu einer Garantie von zwei Jahren verpflichtet – sofern der Käufer keine Kürzung der Frist vereinbart. Auch durch Angaben wie „reiner Schrott“ oder „zum Ausschlachten“ können sich Händler nicht aus der Affäre ziehen. Pauschale Beschreibungen sind unzulässig. Die Schäden müssen konkret und eindeutig beschrieben werden.

Bilderrechte: © JENS – Fotolia.com

Gebrauchtwagen: Extras, die sich bezahlt machen

Tuning-Cars sind eher etwas für Liebhaber, weniger für den gewöhnlichen Gebrauchtwagenmarkt.

Tuning-Cars sind eher etwas für Liebhaber, weniger für den gewöhnlichen Gebrauchtwagenmarkt.

Nicht jedes Extra erhöht den Wert des Gebrauchtwagens. Autos mit ESP sind schnell verkauft, Anhängerkupplung und Spoiler drücken den Verkaufspreis. Welche Sonderausstattung den Wert steigert, hängt von der Fahrzeugklasse ab.

Eurotax Schwacke ermittelt Wertsteigerung durch Extras

Schon beim Neukauf sollte man dran denken: Extras können den Wert des Gebrauchten erhöhen. Aber nicht jede Zugabe findet einen Käufer. Wertermittler von Eurotax Schwacke berichten, in welche Extras es sich lohnt, zu investieren.

Lohnenswerte Extras je nach Fahrzugklasse

Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber gehören zur Standardausstattung. Auch Autos mit Klimaanlage erhalten keinen Zuschlag. Eine feine Lederausstattung im Innenbereich erhöht den Wiederverkaufspreis erst ab der oberen Mittelklasse. Fahrer von Klein- und Mittelkassenwagen legen meist keinen Wert auf den edlen Bezug. Damit gibt es auch kein finanzielles Plus für den Verkäufer. Xenonleuchten, Navigationssystem und Automatikgetriebe steigern ebenfalls erst bei Autos der oberen Mittelklasse den Wiederverkaufswert. Das Navigationssystem erlebt eine Trend nach unten. Zunehmend legen auch Käufer von Klein- und Kompaktautos darauf Wert. Doch Vorsicht vor dem Selbsteinbau: Eigene Bastelarbeit drückt den Preis. Die Sicherheitstechnik ESP sollte ab der Kompaktklasse jeder Gebrauchte haben. Auch bei Kleinwagen hebt der Schleuderschutz den Preis.

Tuningteile sind nichts für jedermann

Achtung für Tuningteilen: Spoiler, Schürzen und Ähnliches mindern den Preis des Gebrauchten. Auffällige Lackierungen sind auf Tuning-Messen der Hingucker und lösen bei so manchen Liebhaber Glücksgefühle aus. Beim Gebrauchtwagenhändler sind getunte Autos dagegen Ladenhüter. Einen Tuning-Wagen verkauft man am besten an einen Liebhaber.

Anhängerkupplung mindert Verkaufspreis

Preissturz erlebt der Gebrauchtwagen mit einer Anhängerkupplung. Dieses Extra mindert den Wert enorm. Käufer gehen davon aus, dass das Auto durch schwere Last stark in Anspruch genommen wurde. Denn zieht ein Wagen schwer, wird auch seine Technik überdurchschnittlich strapaziert.

Bilderrechte: © Ron-Heidelberg – Fotolia.com

Europäischer Automarkt weiter im Sturzflug

Schuldenkrise reißt deutschen Automarkt in die Tiefe

Schuldenkrise reißt deutschen Automarkt in die Tiefe

Die Finanzkrise will einfach kein Ende nehmen, das bekommen nach wie vor der europäische und deutsche Automarkt heftig zu spüren. Die Schlankheitskur der Verkaufszahlen geht auch in diesen Monaten munter weiter. Innerhalb der EU gingen die Kfz-Verkäufe um 10 Prozent, in Deutschland gar um 17 Prozent zurück. Rupert Stadler, seines Zeichens Chef der Ingolstädter Auto-Schmiede Audi, macht die allgemeine Verunsicherung potenzieller Auto-Käufer, ausgelöst durch die anhaltende Schuldenkrise, für diese negativen Zahlen verantwortlich. Wer sich jetzt noch für den Audi A3 entscheidet oder ein ähnliches Modell bevorzugt, der tut dies auf Gebrauchtwagen-Portalen und nicht beim Neuwagen-Händler.

Verunsicherung stoppt Kauflust

Wie geht es weiter mit der europäischen Schuldenreduzierung, inwiefern wird sich diese Krise noch ausweiten und sich auf anderen Märkte niederschlagen? Das alles sind Fragen, die die Unsicherheit unter den deutschen und europäischen Verbrauchern schüren. Dadurch wird die Kauflust stark gebremst, vor allem, was solche Investitionen, wie bei einem Automobil betrifft.
Dass der Automarkt in den europäischen Ländern einem deutlichen Abwärtstrend unterworfen ist, ist schon seit einiger Zeit bekannt. Zahlreiche Hersteller leiden daher nicht nur unter einbrechenden Verkäufen, sondern veröffentlichen alarmierende Zahlen, dass sie teilweise mehrere Hundert Euro pro verkauftem Fahrzeug draufzahlen. Kein Wunder also, dass momentan nur diejenigen Gewinne einfahren können, die schon frühzeitig ihre Fühler Richtung Asien und den USA ausgestreckt haben und nun dort ordentliche Verkaufszahlen für sich verbuchen können, die die hiesigen negativen Bilanzen auffangen können.

Anhaltender Abwärtstrend

Seit bereits 18 Monaten geht es mit dem europäischen Automarkt stetig abwärts. Nachdem sich die die finanzschwachen Krisenländer Griechenland und Spanien schon seit längerer Zeit zweistelligen Verlusten gegenübersehen, erwischt es in den vergangenen Monaten auch andere Staaten – alle bis auf Großbritannien. Das Königreich kann sich (noch) über steigende Verkaufszahlen freuen. Wer weiß, wie lange noch?

Bilderrechte: © mekcar – Fotolia.com

BMW X5 gebraucht – luxuriös und zuverlässig

BMW X5: einzigartig zuverlässig

BMW X5: einzigartig zuverlässig

Auf die zweite Generation des BMW X5 kann man sich verlassen. Das seit 2006 vom Band laufende Luxus-SUV ist agil, sportlich und komfortabel. Nur auf Ölverlust und Achsschäden ist bei einem Gebrauchten zu achten.

Mehr Raum

Im Gegensatz zum ersten X5-Modell hat die zweite Generation an Raum zugelegt. Ein eng geschnittener Innenraum ist bei den Münchener seitdem ein Image von gestern. Die aktuelle Ausführung fasst 1 750 Liter Gepäck, das spielend leicht über die große Heckklappe geladen werden kann. Dank dritter Sitzreihe, die optional hinzugefügt wird, finden im Fond sieben Personen Platz.

Mehr Komfort

Für eine angenehme Reise sorgt ein agiles Fahrwerk. Auf Komfort haben die Münchener ganz besonders Wert gelegt. Das können Passagiere spüren: Bequeme Sitze, ein niedriges Geräuschniveau und eine leichte Federung sorgen für ein behagliches Fahrvergnügen. Antrieb des sportlichen SUVs? Nicht weniger als 6-Zylinder bewegen den X5. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist meist der leistungsstarke 3,0-Liter-Diesel ab 235 PS (30d) zu finden. Doch auch schwächere Ausführungen versprechen eine sportliche Fahrt bei angemessenem Verbrauch.

Weniger Probleme

Der TÜV bemängelt häufig Ölverlust an Getriebe und Motoren. Wer einen gebrauchten X5 kaufen möchte, sollte sich das Fahrzeug und den Garagenboden genau anschauen. Ist der Motor frisch gewaschen, sind die Finger vom Angebot zu lassen. Neben den Öllecks kommen häufig Mängel an den Zugstreben vor. Ansonsten ist nichts am BMW zu beanstanden: die Abgasanlage ist in Ordnung, am Licht gibt es nichts auszusetzen und auch mit Rost hat das SUV keine Probleme.

Zusammengefasst

Beim BMW X5 hat sich Zuverlässigkeit mit hoher Agilität und gutem Fahrkomfort gepaart. Klar, dass er damit ganz vorn bei den beliebtesten SUV-Modellen rangiert. Da der X5 kaum Schwächen zeigt, bleibt sein Preis relativ stabil. Wer einen Gebrauchten kaufen möchte, muss rund 22 000 Euro einplanen.

Bilderrechte: © alma_sacra – Fotolia.com

Neues Zertifikat für Gebrauchtwagenhändler

Zukünftig werden auch Gebrauchtwagenhändler speziell geschult.

Zukünftig werden auch Gebrauchtwagenhändler speziell geschult.

Die Gütegemeinschaft „Geprüfter Automobilverkäufer“, „Geprüfter Automobil-Serviceberater“ und „Geprüfter Automobil Teile- und Zubehörverkäufer“ strebt künftig die Ausbildungsmöglichkeit zum Automobilverkäufer mit dem Fokus auf Gebrauchtwagen an. Mit der Bekanntgabe auf der vierten gemeinsamen Jahrestagung reagiert die Gütegemeinschaft (GAV) auf die wirtschaftliche Lage der Automobilbranche. Neben der Schulung zum „geprüften Automobilverkäufer“, gibt es in Zukunft auch ein Zertifikat für Gebrauchtwagenhändler.

Zusatz Zertifikat für Gebrauchtwagenhändler

Der Verkauf von Gebrauchtwagen gewinnt für die Automobilbranche an Bedeutung. Während die Zahlen im Neuwagengeschäft im letzten Jahr einbrachen, boomt der Handel mit den Gebrauchten. Auf der Jahrestagung der Gütegemeinschaft begegnete man dem Markttrend mit einem neuen Zertifikat. Bislang ließen sich Automobilverkäufer rund 20 Tage von der GAV schulen, um das Zertifikat des „Geprüften Automobilverkäufers“ zu erlangen. Zukünftig möchte die Gütegemeinschaft speziell Gebrauchtwagenhändler zertifizieren. Bezeichnung der neuen Qualifizierung: „Geprüfter Automobilverkäufer – Gebrauchtwagen“. Ein Verkäufer kann auch beide Zertifikate anstreben, die Ausbildung wird dann mindestens 26 Tage dauern. Wer bereits ein Zertifikat bei der GAV gemacht hat, kann den Gebrauchtwagen-Zusatz nach sechs Schulungstagen erhalten.

Doppelgeburtstag für die Ausbildung zum Automobilverkäufer

Die Ausbildung zum geprüften Automobilverkäufer feierte auf der vierten gemeinsamen Jahrestagung gleich doppelt Geburtstag. Neben dem neuen Zertifikat wird die klassische Ausbildung zum geprüften Automobilverkäufer 15 Jahre alt. Die ersten Zertifikate stellte die Gütegemeinschaft von Importeuren und Autoherstellern im Jahre 1998 aus. Die Zahl der Teilnehmer wuchs. Insgesamt 31 Mitglieder mit 36 Marken gehören heute zum Bund der Gütegemeinschaft. In den letzten vergangenen 15 Jahren hat die Gemeinschaft insgesamt 24 000 geprüfte Verkäufer geschult. Mit der neuen Ausbildung wird die Zahl der verliehenen Zertifikate in der Zukunft noch stark wachsen.

Bilderrechte: © Kzenon – Fotolia.com

Servicescheckheft für Gebrauchtwagen schützt vor Betrug

Ist das Auto regelmäßig gewartet wurden, erfahren Sie im Servicescheckheft.

Ist das Auto regelmäßig gewartet wurden, erfahren Sie im Servicescheckheft.

Wer einen Gebrauchtwagen kauft, steht vor hohen Risiken. Wie lange fährt der Wagen noch, wann stehen Reparaturen an, die die Anschaffungskosten stark in die Höhe treiben? Gerade bei privaten Anbieter ist der Kauf Vertrauenssache. Der Kilometerstand verrät etwas über den Zustand des Autos. Doch wo erhalte ich eine zuverlässige Angabe der gefahrenen Gesamtstrecke? Da der Tacho leicht manipulierbar ist, wird seiner Angabe heute nicht mehr vertraut. Ein kritischer Blick in ein Servicescheckheft sollte jeder Käufer vor der Vertragsunterzeichnung werfen.

Schnäppchen oder Reinfall?

Sauber gewienert steht der BMW Z3 in der Sonne: „ein Garagenwagen“, erklärt der Besitzer. Auf dem Lack kaum ein Kratzer. Nur 50 000 Kilometer zeigt der Tacho. Und das für nur 6000 Euro: ein Schnäppchen. Doch ist der Wagen wirklich so günstig, wie der Verkäufer verspricht? Obwohl die Lackierung einwandfrei ist, zeigen Lenkrad und Sitz starke Gebrauchsspuren. Ein Scheckheft gibt es natürlich nicht.

Servicescheckheft statt Kilometerstand

Bei so einer Situation sollten Käufen vorsichtig sein, denn Manipulationen am Tacho sind kinderleicht. Wie eine Schönheitsoperation, die Problemzonen verdeckt, kann ein manipulierter Tacho das Alter kaschieren. Ohne Servicescheckheft sollte man die Fingern vom Kauf lassen. Werkstattrechnungen sind auch zuverlässige Belege, um die Fahrleistung des Gebrauchten einschätzen zu können.

Drivelog: digitales Serviceheft

Thomas Pitschi vom ADAC warnt aber auch vor Ungereimtheiten im Serviceheft: „Denn auch ein Serviceheft kann manipuliert werden.“ Wem ein Heftchen zu altmodisch ist, da es gern mal verloren gehen kann, kann auch digital Werkstattbesuche und Serviceleistungen eintragen lassen. Bosch bietet dafür Drivelog an. Dort können Fahrzeughalter alle Arbeiten am eigenen Auto eintragen. Mit Nachweis der entsprechenden Rechnungen bekommen sie ein Scheckheft digital auf ihren Computer oder aufs Handy gespielt.

Vorteil für Käufer und Verkäufer

Wer also ein Auto besitzt oder einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte auf das Serviceheft achten. Ein detailliert geführtes Heft dient dem Verkäufer als Nachweis für die Investitionen, die er in sein Auto gesteckt hat (das steigert den Wert des Autos), der Käufer kann anhand der Einträge den Zustand und die Fahrleistung plausibel nachvollziehen.

Bilderrechte: © Gina Sanders – Fotolia.com

Umfrage: Lieblingsdienstwagen der Deutschen

Deutsche Dienstwagen beliebt

Deutsche Dienstwagen beliebt

Was sind die beliebtesten Marken in den deutschen Fuhrparks? Das Leasingunternehmen LeaseTrend hat bei deutschen Unternehmen nachgefragt. Ganz vorne liegen deutsche Autohersteller wie Mercedes, BMW und Volkswagen.

Firmenflotten von mittelständischen Unternehmen

An der Umfrage haben 100 Flottenmanager teilgenommen. Sie kamen zum Großteil aus mittelständischen Unternehmen mit einem Durchschnittsumsatz von 25 Millionen Euro pro Jahr. Zehn Prozent der befragten Firmen erreichten sogar einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Die meisten Dienstwagenflotten bestanden aus mehreren Automarken. Nur 23 Prozent der Unternehmen setzten auf eine einzige Marke. Laut Umfragen hatten 24 Prozent der Firmenflotten zwei Marken und 25 Prozent der Unternehmen fuhren drei Marken. Unternehmen, die auf mehr als drei Marken setzten, hatten einen Anteil von 26 Prozent.

Unteren Plätze und Mittelfeld

Die Studie ergab: Peugeot, Porsche und Seat sind nur selten in den deutschen Firmenflotten anzutreffen. Nur fünf Prozent aller Dienstwagen tragen das Emblem dieser Hersteller. Im Mittelfeld der beliebtesten Fuhrpark-Marken liegt Opel. Zirka 20 Prozent deutscher Unternehmenswagen setzen auf Opel. Das Modell Opel Astra ist besonders beliebt.

Topmarken

Ganz vorne fahren die deutschen Automarken. Platz drei belegt BMW. In 38 Prozent aller deutschen Fuhrparks sind die Münchener vertreten. Besonders häufig gekauft wird der 5er und 3er BMW. Den zweiten Platz nehmen die Stuttgarter Autobauer ein. Mercedes ist mit 42 Prozent bei den deutschen Unternehmen vertreten. Besonders beliebt als Dienstwagen ist vor allem die C-Klasse. Auf dem obersten Treppchen steht Volkswagen. Mehr als 49 Prozent aller Flottenmanager entscheiden sich für einen Dienstwagen aus Wolfsburg. Fast jedes zweite Unternehmen hat einen VW im Fuhrpark. Die beiden Top-Modelle sind Golf und Passat.

Bilderrechte: © Stefan Körber – Fotolia.com

Honda Civic: günstiger Preis, billig verarbeitet

Größtes Manko des Honda Civic: seine Bremsscheiben

Größtes Manko des Honda Civic: seine Bremsscheiben

Der schnittige Look des Honda Civic der achten Baureihe hat viele Fans. Doch zuverlässig ist der Japaner nicht und enttäuscht so in der ADAC Pannenstatistik. TÜV-Prüfer bemängeln den starken Verschleiß der Bremsscheiben des Kompaktmodells.

Honda Civic: Günstige Alternative zum VW Golf

Mit seinem futuristischem Aussehen gewinnt der Honda Civic Fans und Gegner. Das sportliche Modell der achten Generation mit durchgehenden Lichtbändern vorn war von 2005 bis 2012 für viele eine günstige Alternative zum Golf. Für die ersten Exemplare zahlte man damals 16.800 Euro. Nach Absatzeinbrüchen stand ab 2010 der Neuwagen mit 5000 Euro weniger in der Liste.

Macken und Mankos innen und außen

Der Honda Civic ist nicht nur günstig, sondern an vielen Stellen zu billig produziert. Ein Nachteil beim Gebrauchten ist der Lack. Auf der Motorhaube ist die Lackschicht relativ empfindlich, deshalb muss man dort meist Macken in Kauf nehmen. Der Innenraum des Drei- oder Fünftürers ist mit Kunststoff ausgestattet. Großes Manko bei der Verkleidung: sie klappert. Gerade bei den Modellen der ersten Baujahre zeigen sich ungenaue Verarbeitung und Spaltmaße.

Sportlich unter der Haube

Die Motoren des Japaners sind solide und dem sportlichen Look angepasst. Der 1,8-Liter-Benziner mit 140 PS ist besonders flott. Wer es gemütlicher mag, entscheidet sich für die 1,4-Liter-Motorisierung mit 83 PS. Das Spitzenmodell hat satte 201 Pferdestärken und trägt das Signum „Typ R“. Einziger Diesel im Sortiment ist ein 2,2-Liter-Motor mit 120 PS. Durchschnittsverbrauch für die Benziner sind rund 8 Liter auf 100 Kilometer. Der Diesel verbraucht 2 Liter weniger auf derselben Strecke.

Sicherheit: Top, Pannenstatistik: Flop

Die Japaner haben für hervorragende Sicherheit beim Civic gesorgt. Seit 2008 erhielt der Kompaktwagen fünf Sterne – die Maximalwertung – im NCAP-Crashtest. Serienmäßig sind ABS und sechs Airbags an Bord. Elektrische Außenspiegel und Fensterheber gehören ebenfalls zur Basisausstattung.

Als Gebrauchter gibt es allerdings schon nach wenigen Jahren gravierende Probleme mit den Bremsscheiben. Sie verschleißen zu schnell, bemängeln TÜV-Prüfer. Die ADAC Pannenstatistik kritisiert die Wegfahrsperre und den Partikelfilter.

Kauf und Fazit

Beim Kauf eines gebrauchten Honda Civic sollte besonders auf die Reparaturunterlagen geachtet werden. Da Honda den Civic der achten Generation 2006 und 2008 in die Werkstatt zurückrief, sollten diese Reparaturen in den Unterlagen eingetragen sein. Allgemein ist der Kompakte ein solides Auto mit überzeugender Sicherheitsbewertung. Kostenpunkt für einen Gebrauchtwagen: circa 6000 Euro.

Bilderrechte: © Glaser – Fotolia.com

Gestern, heute, morgen – Aussichten des Kfz-Gewerbes

Verkaufszahlen-Rückgang: Händler bleiben auf Neuwagen sitzen.

Verkaufszahlen-Rückgang: Händler bleiben auf Neuwagen sitzen.

Gute Aussichten für das Geschäft mit Gebrauchtwagen und Serviceleistungen. Der Verkauf von Neuwagen brach hingegen im Jahr 2012 um acht Prozent ein. Welche Bilanz zog das Kfz-Gewerbe im Jahr 2012? Summa summarum erreichten rund 38 000 Kfz-Betriebe einen Gesamtumsatz von 138,5 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor erreichte das Kfz-Gewerbe noch einen Wert von 140,7 Milliarden Euro. Gründe für das Minus von 1,6 Prozent liegen vor allem im Verkaufsrückgang bei Neuwagen. Auch für die Zukunft erwartet die Branche kaum Besserung.

Sorge um Geschäft mit Neuwagen

Das Geschäft mit den neuen Wagen treibt Händlern tiefe Sorgenfalten ins Gesicht. Der Umsatz im Neuwagenbereich sank 2012 auf 54,6 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 4,7 Milliarden mehr. Eine Umfrage des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) spiegelt die schlechte Stimme im Gewerbe wider: 47,1 Prozent der Befragten beurteilen das Geschäft mit den Neuwagen als schlecht.

Positiv Entwicklung: Service und Gebrauchtwagen

Ähnlicher Pessimismus zeigt sich auch in den Bereichen Service und Gebrauchtwagen. Fast ein Drittel der Händler und Verkäufer sehen wenig Wachstumspotential in den kommenden Monaten. Dagegen verzeichneten die Bereiche 2012 im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Wachstum. Das Geschäft mit Serviceleistungen war von 2011 auf 2012 um 3,2 Prozent (30,2 Milliarden Euro) gewachsen. Der Gebrauchtwagenhandel legte sogar auf 44,2 Milliarden Euro um 5,8 Prozent zu.

Schlechte Prognose für 2013

Die resignierende Entwicklung im Kfz-Gewerbe forderte bereits 2012 ihre Opfer. 200 Betriebe mussten ihr Geschäft einstellen. Die Rendite der verbleibenden Betriebe ist durchschnittlich auf 1,4 Prozent gesunken. Schuld daran ist der Schwund im Neuwagengeschäft. Der ZDK erwartet auch in diesem Jahr keinen Aufschwung. Die Prognose des Verbands für 2013: weiterer Verkaufsrückgang auf drei Millionen Neuwagen.

Beliebtes Berufsziel: Kfz-Mechatroniker

Trotz weniger Kfz-Betriebe ist die Zahl der Auszubildenden stabil. 90 300 Frauen und Männer begannen mit einer Ausbildung in der Branche. Besonders beliebt: das Berufsziel zum Kfz-Mechatroniker – 20 000 Schulabgänger haben sich für den Beruf entschieden.

Bilderrechte: © Alaska-Tom – Fotolia.com

Sommerreifen-Test: Das Profil entscheidet

Tiefe Längs- und Querrillen im Reifen schützen vor Aquaplaning.

Tiefe Längs- und Querrillen im Reifen schützen vor Aquaplaning.

Mit den falschen Reifen können Bremsmanöver für Verkehrsteilnehmer gefährlich werden. Welche Reifen etwas taugen, zeigt der große Sommerreifen-Test. Die Stiftung Warentest und der ADAC stellen bei den untersuchten Pneus große Unterschiede fest.

Kollisionsgefahr auf nasser Straße

Nasse Straßen auf dem Testgelände. Zwei baugleiche Fahrzeuge fahren 80 Kilometer pro Stunde – plötzlich bremsen beide abrupt. Je nach Reifen legen die Testwagen unterschiedliche Bremswege zurück. Jeder Zentimeter ist entscheidend und rettet vor einer gefährlichen Kollision. Erstaunt stellt Henry Görlitz von der Stiftung Warentest fest, dass das Fahrzeug mit schlechten Reifen zwei bis vier Wagenlängen später zum Stehen kommt.

38 Sommerreifen im Test

Auf trockener Straße machen die meisten Sommerreifen eine gute Figur, doch auf nasser Fahrbahn scheiden sich die Geister. Deshalb wurden in dem internationalen Gemeinschaftstest die 38 Sommerreifen ausschließlich auf nassem Asphalt getestet. Die eine Hälfte waren Pneus für Wagen der Klein- und Kompaktklasse, die andere Hälfte für größere Fahrzeuge. In der Bewertung wurden die Eigenschaften Bremsweg, Verschleiß, Aquaplaning und Preis berücksichtigt.

Verschleiß und Aquaplaning

Ausschlaggebend für die Resistenz gegen Aquaplaning ist die Beschaffenheit des Reifenprofils. Quer- und Längsrillen lassen das Wasser schnell auf die Straße entweichen, um Bodenhaftung zu garantieren. Verschleißen Reifen schnell, verlieren ihre Rillen an Profil und sie beginnen zu schwimmen. Der Test zeigte große Unterschiede auf. Schlechte Reifen begannen bei einer Geschwindigkeit von 77 Kilometer pro Stunden mit dem Aquaplaning, während bessere Modelle bis zu 90 km/h gefahren werden konnten, ohne zu schwimmen.

Für den Verschleiß ist die Gummimischung verantwortlich. Verschleißfeste Reifen können bis zu 50 000 Kilometer gefahren werden. Schlechte Gummigemische hingegen mussten schon nach 25 000 Kilometer gewechselt werden.

Testsieger

Für die kleinen Fahrzeugtypen – Reifenmodelle mit der Dimension 185/60 R 15 – lag der Michelin Energy Saver ganz vorn. Der Continental ContiSport Contact 5 punktete bei den größeren Reifen (225/40 R 17). Rund die Hälfte der getesteten Pneus bekam eine gute Benotung und lag im Testfeld relativ dicht beieinander. Der Reifenpreis zeigte von Händler zu Händler dagegen große Unterschiede. Während manche Verkäufer für einen Reifensatz 108 Euro verlangen, kann derselbe Satz bei einem anderen Händler 184 Euro kosten. Ein Preisvergleich lohnt sich also, empfiehlt Henry Görlitz von Stiftung Warentest.

Bilderrechte: © Gerhard Seybert – Fotolia.com